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Konzert / Classical
Freitag, 23.09.22, 19:30 Uhr

Maria Duenas spielt Tschaikowsky

Johannes Brahms rang fast zwanzig Jahre mit sich, bis er seine erste Symphonie an die Öffentlichkeit brachte. Heutzutage unbestritten zum Kanon der symphonischen Literatur gehörig, verhinderte der Schatten Beethovens eine unvoreingenommene Rezeption des Werks. Die gegenwärtige Komponistengeneration geht dagegen mit dem Erbe Beethovens viel unverkrampfter um, wie die brillante Orchesterminiatur subito con forza zeigt: Von der Koreanerin Unsuk Chin zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 geschrieben, ist das Werk reich an spielerischen Bezügen zu Beethovens Oeuvre. Ergänzt wird das Konzertprogramm mit Tschaikowskys Violinkonzert: Im Gegensatz zu Brahms schuf Peter Iljitsch Tschaikowsky sein Violinkonzert binnen weniger Tage, in einem wahren Schaffensrausch. Am idyllischen Genfersee hatte ihm die Begegnung mit dem Geiger Iosif Kotek – in den Tschaikowsky schwer verliebt war – den Anstoss für die Komposition gegeben. Tschaikowsky traute sich nicht, das Werk Kotek zu widmen. Leopold Auer, dem er es schliesslich zueignete, erklärte es dann allerdings für ≪unspielbar≫. Maria Duenas wird Auer eines Besseren belehren: Die spanische Geigerin gewann mit gerade einmal 18 Jahren den ersten Preis beim Menuhin- Wettbewerb 2021 (Senior Section) und gilt als eine der vielversprechendsten Violinistinnen ihrer Generation. Vom Pult aus wird die junge Litauerin Giedrė Šlekytė alle drei Werke gestalten. Sie wurde zur Saison 2021/22 Erste Gastdirigentin beim Bruckner Orchester Linz und ist 2022 bereits regelmassig an der Bayerischen Staatsoper und der Komischen Oper Berlin zu Gast.

Veranstaltungsort

Casino Bern
Casinoplatz 1
3011 Bern