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Montag, 16.05.22, 18:00 Uhr

A Walk to Myself

Startpunkt: Eingang Stadttheater, Kornhausplatz Der Blogger, Filmer und Fotograf Firas Shamsan ist in Jemen aufgewachsen. Dank des Programms «Writer-in-Exile» des Autorenverbandes Pen-Zentrum, lebt er seit Anfang 2019 in Bern. Firas Shamsan kämpfte in seinem Heimatland für mehr Kultur statt Waffen. Dann musste der Friedensaktivist, Blogger, Journalist und Autor flüchten. Statt in der Freiheit landete er 2014 in einem der berüchtigten ägyptischen Foltergefängnisse. Schwer gezeichnet ging er zurück nach Jemen, von wo er nach kurzer Zeit erneut fliehen musste. Auf der Flucht über Jordanien nach Malaysia erlebte er brutale Gewalt. Trotzdem publizierte er seine Geschichten und seine Kritik an der Gewaltverherrlichung in Jemen. 2019 erhielt er das erste ICORN-Stipendium der Stadt Bern. Dieses Netzwerk gibt Menschen, die wegen fehlender Meinungsäusserungsfreiheit aus ihrer Heimat flüchten müssen, eine Zufluchtsmöglichkeit. 2021 bat er in Bern um Asyl, mittlerweile lebt er mit einer B- Bewilligung in Bern. «A Walk to Myself» ist eine Zusammenarbeit von geflüchteten Menschen und Theaterschaffenden. In diesem Videowalk denkt Firas Shamsam laut über seinen Alltag nach. Dabei spielt sein Handy immer eine zentrale Rolle: Als Speicher für Fotos, Videos und Dokumente, aber auch als Informationsquelle und Hilfsmittel für unterwegs. Indem über die Beziehungen zwischen elektronischen Bildern, Wunschvorstellungen und gegenwärtigen Realitäten nachgedacht wird, entsteht eine komplexe Untersuchung über Erinnerungen, Hoffnungen und blinde Flecken in Zusammenhang mit aktuellen Fragen nach globalen virulenten Themen wie Menschrechte und Privatsphäre.

Veranstaltungsort

Stadttheater Foyer
Kornhausplatz 20
3000 Bern