Ausserdem Aktuell Weil wir Mädchen sind..

Wie Mädchen in Entwicklungsländern leben

Aktualisiert am 25.01.2012

Die schwierige Situation junger Frauen in Entwicklungsländern ist das Thema einer neuen Ausstellung im Berner Käfigturm.

Die zweijährige Cecilia aus El Salvador lebt in einer Notunterkunft.

Die zweijährige Cecilia aus El Salvador lebt in einer Notunterkunft.
Bild: zvg/maedchenplan.ch

Weil wir Mädchen sind..

Location

Name: Polit-Forum Käfigturm
Adresse: Marktgasse 67
3011 Bern
Telefon: 031 322 75 00
Email: kaefigturm@bk.admin.ch

Infos

Datum und Uhrzeit

Freitag, 18.05.2012 08.00 - 18.00
Samstag, 19.05.2012 10.00 - 16.00
Montag, 21.05.2012 08.00 - 18.00
Dienstag, 22.05.2012 08.00 - 18.00
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Beschreibung

Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika. Eine Erlebnisausstellung des Kinderhilfswerks Plan.

Kollekte
Eintritt frei

«Wir haben das Glück, den Kindern eine Stimme geben zu können», sagte Andreas Herbst, Geschäftsführer von Plan International Schweiz, am Mittwoch vor den Medien. Das Kinderhilfswerk zeigt die Ausstellung «Weil wir Mädchen sind...», die aus Deutschland stammt, zum ersten Mal in der Schweiz.

Im Zentrum stehen die Lebenswelten von Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador. Mit Bildern, Tonaufnahmen und Videos wird der Alltag dieser drei Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren beschrieben. Die Ausstellung animiert zum Mitmachen. Die Besucher können selbst Hirse stampfen oder einen Wassereimer auf dem Kopf tragen.

Die Ausstellung thematisiert auch die Benachteiligung der Mädchen. «Mädchensein macht hungrig», sagte Herbst. Denn was im Topf ist, essen zuerst die Männer. Zudem gilt in vielen armen Ländern die Bildung als Privileg für die Buben.

Getrennter Raum

Zur Sprache kommen an der Ausstellung auch lokale Formen der Diskriminierung von Mädchen wie Kinderheiraten in Indien und die geschlechtsspezifische Gewalt in den Anden. Die Beschneidung von Mädchen wird in einem separaten Raum thematisiert. Die Verantwortlichen der Ausstellung empfehlen, dass Kinder diesen Teil nur unter Begleitung von Erwachsenen besuchen.

Dieses Thema sei schwierig zu bearbeiten, sagte Herbst. Denn die Ausstellung ist vor allem auch für Mädchen und Buben ab 8 Jahren und Jugendliche gedacht. Es gehe jedoch nicht darum, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten, fügte Herbst an. Wichtig sei es, Hoffnung zu machen und Lösungen für Probleme aufzuzeigen.

Zu der interaktiven Ausstellung, die bis zum 26. Mai dauert, gibt es auch Abendveranstaltungen. Auf dem Programm stehen etwa Podiumsdiskussionen, ein Frauen-Poetry-Slam sowie eine Lesung von Federica de Cesco.

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